Nicht auf dem oberen Bild: Der Scheinwerferstand südwestlich der Stellung. Ein paar Meter südöstlich von Geschützbunker Süd-Ost ist ein Objekt erkennbar. War dies eventuell ein weiterer Scheinwerferstandturm? Es könnte sich aber auch (was wahrscheinlicher ist) um den verbunkerten Sockel des FuMG Würzburg ("Würzburg-Riese") handeln, das in diesem Bereich installiert war. Noch heute ist in einem dortigen Kleingarten eine Erderhöhung von etwa einem Meter - mit Länge von circa 8 Metern und Breite von ungefähr 6 Metern - vorhanden, die nachträglich mit einer Betonplatte für eine Gartenhütte versehen wurde.

1945

Hier rechts / nördlich des Grabens befand sich der Scheinwerferstandturm in Höhe des dortigen Kleingartenparkplatzes / unmittelbar nördlich des heutigen Jadestadions:

2017

Die vier Geschützbunker der Stellung und der fast mittige Leitbunker bestanden aus oberirdischen, viereckigen Klinkerfassadenbauten, darunter jeweils der eigentliche Betonkern. Die Geschützbettungen waren achteckig. An den Simsbereichen der Bunker waren Verzierungen vorhanden, so wie sie bei den Flakstellungen im Wilhelmshavener Bereich nur hier ausgeführt worden sind. Ein eigentliches Wirtschaftsgebäude, wie auch von anderen Stellungen bekannt, ist hier in der Planung stecken geblieben und nie ausgeführt worden.

Blick vom ehemaligen Flakgelände nach Südwesten. Im Hintergrund links Siebethsburg und rechts die Neuender Kirche. Am Pfeil könnte der Scheinwerferstandturm erkennbar sein, der zu der Zeit noch vorhanden gewesen sein soll:

Blick von der Kirchreihe nach Norden. Ganz im Hintergrund der noch relativ niedrige Baumbestand vom Stadtpark. Links wieder der vermutete Scheinwerferstandturm. Rechts eventuell sogar der Munitionsbunker, der dann ebenfalls noch vorhanden gewesen wäre, also dann nicht 1945 mit den anderen Anlagen gesprengt wurde. Dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. Offenbar hatte das Objekt hier aber kein Spitzdach (mehr) (der Mun.-Bunker besaß aus Tarnungsgründen ein solches). Dieses wird im Falle der Bestätigung dann bereits eher entfernt worden sein.

Es wäre auch möglich, dass diese Aufnahme nach Westen zeigt und im Hintergrund rechts die Funkpeilstation am Totenweg erkennbar ist. Dann hätten die Objekte wiederum nichts mit der Flakstellung zu tun gehabt. Das Objekt im oberen Bild wäre dann wohl auch nicht der Scheinwerferstand gewesen:

1961

Wer hat Infos zu den beiden Objekten oben?

Die kriegswichtige Stellung wurde bereits Ende August 1945 durch Sprengung (kanadische Pioniere) unbrauchbar gemacht.

In diesem Gebiet befand sich bereits im Ersten Weltkrieg eine Artilleriestellung, von der das im WK 2 genutzte, noch heute erhaltene Wachgebäude und wohl auch drei Kleinbunker nahe vom Neuengrodener Weg stammen. Dort befand sich im WK 2 eine leichte Flakstellung - Leichter Flakstand 239 / Marineflakabteilung 212 (vormals 2. Batterie der Marineflakabteilung 262).

Reste der Flakstellungsbunker:

1957

Oben: Blick vom Geschützbunker Süd-West zum Geschützbunker Nord-West

1959

Oben: Maschinenbunker

1960er Jahre

Oben: Eventuell ebenfalls der Maschinenbunker

Oben: Geschützbunker Nord-West

Ein nach dem Krieg als Zaunpfahlersatz im Bereich der Flakstellung Kirchreihe aufgestelltes Teilstück eines Luftschutzkellerfensterschutzblockes...

Auch diese (breiteren) Blöcke könnten - drei Tage später - an der Stellung aufgenommen worden sein:

 

Direkt östlich am Maschinenbunker befand sich ein kleiner Graben mit Brücke für die Überwegung. Davon ist heute allerdings nichts mehr zu sehen.

1962

Oben: Maschinenbunker

1978

Eventuell handelt es sich bei dem oberen Bild aber um den Geschützbunkerrest Nord-West (Foto gespiegelt?).

2005

2010

2017

Oben: Großteilig überschüttete Reste des Maschinenbunkers

2005

2010

Oben: Wenige Reste des Munitionsbunkers in einem heutigen Garten. Die ersichtlichen Betonstücke wurden zu einer dekorativen Säule zusammengesetzt.

2017

Oben: Hier rechts des Weges befand sich der Munitionsbunker.

1978

Eventuell handelt es sich bei dem oberen Bild aber um den Maschinenbunkerrest (Foto gespiegelt?).

2005

2010

Oben: Reste Geschützbunker Nord-West

2005

2017

Oben: Standort wohl vollständig beseitigter Geschützbunker Nord-Ost

2005

2010

Oben: Reste Geschützbunker Süd-West. Südwestlich daneben zugehörig zum Geschützbunker ein kleiner Munitionslagerbunker. Circa 8 Meter (auf Betrachterhöhe der Aufnahme des zweiten Bildes von 2005) links des Weges befand sich fast mittig zu den vier Geschützbunkern der vollständig beseitigte Leitbunker...

2005

Oben: Wenige Reste Geschützbunker Süd-Ost

2017

Geschützbunker Süd-Ost: Noch heute sind in den dortigen Kleingärten neben der abgebildeten Erderhöhung einerseits ein größeres durch die Sprengung quer liegendes Trümmerstück des Geschützbunkers vorhanden und andererseits der mit einer Hütte überbaute gesprengte Rest eines Munitionslagerraumes mitsamt Lüftungsschacht, zugehörig zum Geschützbunker Süd-Ost. Der Raum stand mit einem Laufgang in Verbindung zum Geschützbunker. Alle vier Geschützbunker besaßen solche Lagerräume. Hier wurde die Flakmunition vom eigentlichen Munitionsbunker zwischengelagert, um die Stellung immer schussbereit zu halten. Ein paar Meter davon entfernt südöstlich die ganz oben beschriebene Erderhöhung - eventuell darunter der Sockel des Würzburg-Gerätes.

Oben: Betonfundament unmittelbar angrenzend am Bereich vom ehemaligen Geschützbunker Nord-Ost

2010

Oben: Stahlklappe im Boden direkt östlich des Maschinenbunkers

Oben: Weitere Klappe im selben Bereich / hier südlich des Maschinenbunkers

2017

Oben: Weitere Klappe (Beton) im selben Bereich / hier westlich des Maschinenbunkers

2010

Oben: Kleine Aufschüttung südöstlich des Maschinenbunkers... Befand sich hier eine weitere Verbunkerung? Auf dem Luftbild ist allerdings nichts erkennbar in dem Bereich.

Versiegelter Schacht genau westlich des ehemaligen Wachgebäudes:

Oben: Dies ist das ehemalige Wachgebäude im Ostbereich der Flakstellung am heutigen Nelkenweg. Es stammt noch aus Zeiten des Ersten Weltkrieges, als hier bereits eine Artilleriestellung vorhanden war. Nach 1945 wurde es nach Norden hin (auf der Gegenseite des Nelkenweges) leicht verlängert.

Oben: Sicht nach Norden

Unten: Sicht nach Süden

2017

Oben: Auch diese beiden Bauten einige Meter nordwestlich vom ehemaligen Wachgebäude stammen bereits aus Zeiten des Ersten Weltkrieges, als hier eine Artilleriestellung existierte.

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