Krügerdamm: Ein sich vor dem Wilhelmshavener Südstrand im Jadebusen befindlicher gebogener Betondamm (Leitdamm), welcher ursprünglich die durch Gezeiten hervorgerufene Versandung und Verwattung der Fahrrinne ab der ehemaligen 1. Einfahrt verhindern sollte. Er wurde (inoffiziell) nach Wilhelm Krüger, Wasserbau-Ingenieur und ab 1933 Hafenbaudirektor in Wilhelmshaven, benannt. Im Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Damm Scheinwerferbatterien installiert und Nebelanlagen (Nebeltonnen) angebracht. Mindestens zwei leichte Flakstellungen waren ebenfalls auf dem Damm errichtet worden. Mit den Vernebelungsmaßnahmen sollte der Bereich der Südstadt Wilhelmshavens, insbesondere der Kriegsmarinewerftbereich und das Gebiet der Hafeneinfahrten, durch den künstlichen Nebel dem Feind unkenntlich gemacht werden. Eine Verschleierung der südlichen Wilhelmshavener Küstenlinie sollte erreicht werden. In frühen Kriegszeiten wurde den feindlichen Ortungsgeräten durch diesen Damm darüber hinaus konkret eine falsche Küstenlinie vorgetäuscht, woraufhin viele der Bomben, welche der 1., 2. und 3. Einfahrt galten, anfänglich ins Watt vorm Wilhelmshavener Südstrand abgeworfen wurden.

2005

Sämtliche Verbunkerungen wurden nach dem Krieg gesprengt. Ursprünglich gab es mindestens 14 Stände / Verbunkerungen im Abstand von circa 100 Metern für leichte Flakgeschütze, Scheinwerfer und Nebeltonnen, von denen noch immer alle ruinös existieren und mehr oder weniger gut erkennbar sind. Sie liegen teilweise neben ihrer damaligen Originalposition durch Sprengung ins Watt katapultiert. Zusätzlich gab es eine größere 15. Verbunkerung / Zweck noch unbekannt. Deren Reste sind oben am rechten Pfeil zu erkennen. Auf dem "Krüger-Denkmal" ganz nördlich am Damm befand sich keine Luftverteidigungsanlage.

1945

(Bild: Nicht korrekte Himmelsrichtung)

Am Pfeil rechts das "Krüger-Denkmal" im Krieg / April 1945 mit gut erkennbarer Schattenwirkung. Das Denkmal wurde interessanterweise auf einem identischen Betonsockel gebaut wie jene Sockel für leichte Flakgeschütze, Scheinwerfer und Nebeltonnen auf der Dammlinie in südwestlicher, südlicher und südöstlicher Fortsetzung Richtung Arngast. Hier im Bild sind 9 davon zu erkennen. Das Luftbild wurde bei Hochwasser aufgenommen. Die größere 15. Verbunkerung mit deutlicher Schattenwirkung befindet sich hier nahe über Sockel 2 von der unteren Bildkante aus gesehen.

"Krüger-Denkmal"

2006

2014

2015

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