Abendimpression

2002

Der Pfeil zeigt den Standort des Bedienungsbunkers des Neuen Hafentores, rechts vor dem Schiff zu sehen ist der mutmaßliche Schartenbeobachtungsstand.

2004

Es handelt sich hierbei um einen mutmaßlichen Beobachtungsstand mit Sichtscharten in eventuell bombensicherer Bauweise.

Allerdings ist kein Hohlraum zu erkennen, bzw. es ist unklar, in welcher Position das Objekt ursprünglich stand / lag. Auch relevante Abbruchbereiche aufgrund der damaligen Sprengung bezüglich eines ehemaligen Verbundes mit weiteren Teilbereichen sind hier nicht erkennbar. Ein weiterer, an der Wasserkante liegender größerer Trümmer direkt daneben dürfte aber zum Objekt gehören. Auf Luftbildern von 1945 ist leider nichts erkennbar.

Das Objekt ist gesprengt und war integriert in den Komplex des kriegsbedingt nicht fertig gestellten Neuen Hafentores zwischen Raederschleuse und Hafen. Es liegt am äußersten Nordwestende des Gebietes der anliegenden ehemaligen 3. Einfahrt. Das so genannte Alte Hafentor (ebenfalls unvollendet) befand sich im Verbindungshafen im Bereich der Südseite der Hafeninsel. Noch heute sind Reste beider Tore vorhanden.

Die beiden Tore sollten die Hafenbecken untereinander abschotten, um im Ernstfall ein Auslaufen der Hafenbecken bei Niedrigtide (bzw. Flutung bei Hochwasser) zu verhindern.

Bei dem mutmaßlichen Beobachtungsstand könnte es sich auch lediglich um ein herausgesprengtes Betonsegment des Hafentores handeln, dessen Öffnung eventuell zur Aufnahme von Leinen von Schiffen vorgesehen war...

Altes Hafentor

Neues Hafentor

1945

Bereich Neues Hafentor und 3. Einfahrt:

2017

1940

Hier zu sehen der Westteil des Tores im Bau. Ähnlich sah der großteilig noch vorhandene Ostteil ursprünglich aus. Der Westteil wurde in umfangreicheren Bereichen nach dem Krieg entfernt (davon südwestlicher Toraufnahmebereich / im oberen Bild der überdachte Segmentteil rechts). Es sollte hier auf dem Tor zudem eine Bahnüberführung entstehen, dessen "Dammbereiche " im Südbereich (an der ehemaligen 3. Einfahrt) heute noch vorhanden sind. Genau westlich neben der geplanten Bahnüberführung lagen die Aufnahmeeinrichtungen für die nicht mehr installierten Stahltore, die zur Sicherheit zweifach nebeneinander liegend hätten ausgeführt werden sollen.

Vorne zu erkennen der weitere größere Betontrümmer, der ursprünglich zum Objekt gehört haben wird...

2012

Ungefähre Skizze der Schleusenanlage / nahe 3. Einfahrt mit Bunkern...

3. Einfahrt: In den Bunkern 1 / 3 / 4 / 6 wurden die Schleusentore und deren Antriebe vor Bombenschäden geschützt. Bei ungefährem Tidegleichstand im Jadebusen mit dem Hafenwasserpegel wurden während Luftalarm jeweils zwei Tore in die Bunker gefahren. Im Wechsel waren dies nach Hinweisen die jeweils äußeren und inneren Tore. Es sollte gewährleistet sein, dass bei Bombenschäden zumindest die Abschottung zum Jadewasser erhalten blieb, falls die ausgefahrenen Tore beeinträchtigt worden wären. Herrschte Ebbe oder Flut, blieben während Alarm alle vier Tore ausgefahren. So sollte die Gefahr minimiert werden, dass bei Beschädigung der Anlage das Hafenbecken geflutet, bzw. "leergelaufen" wäre. Dieses Risiko sollte mit dem Alten Hafentor als Abschottung zum Großen Hafen beseitigt werden (blieb unvollendet / das Becken zur Bauwerft wäre allerdings trotzdem in Mitleidenschaft gezogen worden / der Hafen zur 4. Einfahrt hin sollte durch das nicht vollendete Neue Hafentor geschützt werden).

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