Vielen Dank an Herrn Bramste für den Hinweis bezüglich des Objektes!

Diese drei Ausbuchtungen (mit Deichzuwegungen und Treppe) landseitig im alten Deich im Bereich "Grodenbatterie" und weiter südlich sind verdächtig. Es ist nicht auszuschließen, dass hier weitere Tobrukstände, die eventuell noch immer existieren, in den Deich gesetzt worden sind:

2019

Es handelt sich hierbei um die einfachste Ausführung eines Tobrukstandes in transportabler Form. Vermehrt wurde er im Bereich Emden / Wilhelmshaven am Ende des Krieges während des Baues des so genannten Friesenwalles aufgestellt (auch im Bereich Friesland südwestlich von Wilhelmshaven wurden zwei dieser Objekte als noch immer existent nachgewiesen). Er wird daher auch als so genannte Friesentonne bezeichnet. Eine weitere Bezeichnung lautet Koch-Bunker*, benannt nach dem damaligen Gauleiter Ostpreußens, welcher diese Objekte an der ostpreußischen Grenze und an der Küste aufstellen ließ. Die Objekte wurden teilweise auch mit vier Sichtscharten ausgeführt. Die ebenfalls in Wilhelmshaven errichteten Splitterschutzzellen tobrukstandähnlicher Bauform waren jedoch keine Koch-Bunker, sondern wiederum eine eigene Bauart.

*Hier gehen die Informationen in verschiedenen Quellen auseinander. Meist wurden Objekte, wie hier im Riss abgebildet, als "Koch-Bunker" bezeichnet. Betonringe mit aufsetzbarer Kuppel mit Lafettenring. Die Ringe waren beliebig für verschiedene Zwecke kombinierbar, hatten einen seitlichen Einstieg und waren etwas mehr als einen Meter breit. Die Wandstärke der Ringstände betrug etwa 10 Zentimeter.

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www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de