Bunker in Cuxhaven

Der Hochbunker an der Rathausstraße

In Cuxhaven entstand während des Zweiten Weltkrieges höchstwahrscheinlich lediglich nur ein einziger bombensicherer Bunker. Es handelt sich um den Hochbunker an der Rathausstraße (Rathausplatz) direkt an der Bleickenschule. Begonnen wurde er im Rahmen des Selbstschutzes Ende 1943 als "LS-Bunker Nr. 1". Seine Fertigstellung verzögerte sich aber bis Ende 1944. Selbst zu dieser Zeit waren noch nicht alle Installationen im Inneren vollendet. Trotzdem konnte der Luftschutzbunker von der Cuxhavener Bevölkerung bei Luftalarm aufgesucht werden. Etwa 2000 Personen fasste der Bunker regulär. Das viergeschossige Bauwerk hatte nur deshalb seine Stahlbeton-Abschlussdecke erhalten, weil der Bau des Hochbunkers Torfplatz in Bremerhaven seinetwegen nach Vollendung des Erdgeschosses eingestellt wurde, um erforderlichen Beton der Stadt Cuxhaven zur Verfügung zu stellen. Äußerlich hatte der Bunker durchaus Ähnlichkeit zum Reichsbahn-Hochbunker am Oldenburger Bahnhof, der etwa zur gleichen Zeit erbaut wurde.

Nach dem Krieg wurde der Cuxhavener Hochbunker zunächst als Odachlosenunterkunft genutzt. Etwa 1949 wurde er dann wie viele andere Bunker auf Order der Besatzer entfestigt, indem Fensterschnitte in seine Wände eingebracht wurden. In den frühen Nachkriegsjahren ist der Bunker aufgrund des weichen Untergrundes um fast einen Meter ins Erdreich versackt...

Frühe Pläne, den Bunker zu einem Jugendheim umzubauen, wurden wieder fallengelassen. Am 29. August 1951 schrieb der Weserkurier:

Später wurde der Bunker dann für den Zivilschutz reaktiviert. Die Umbaumaßnahmen begannen im Mai 1964. Die Inbetriebnahme sollte 1967 erfolgen. Aber erst am 15. April 1971 wurde der Bunker von der Bundesvermögensstelle an die Stadt Cuxhaven als öffentlicher Schutzraum für 1500 Personen übergeben. Während des Umbaues waren unter anderem die Entfestigungsschnitte geschlossen worden und die Fassade wurde verklinkert.

Die Zukunft des Bauwerkes ist nach Aufhebung der Zivilschutzbindung nun ungewiss.

So zeigt sich der Cuxhavener Hochbunker dem Betrachter heute. Aufnahmen vom 19.12.11:

Nachträglicher Anbau für die Filteranlagen an der Südseite des Hochbunkers...

Artikel in der Nordseezeitung vom 25. Februar 2012:

In Cuxhaven fielen uns zudem diese Objekte auf:

Am Bahngelände an der Meyerstraße südlich des Güterbahnhofes: Ein Mauerwerksbau (links ein vermauerter Eingang), der durchaus eine Art Schutzunterstand aus Kriegzeiten sein könnte, wenngleich die Decken- und Wandstärke sehr gering ist. Noch heute soll sich an der Meyerstraße ein Bunker befinden...

Erdhügel an der Kreuzung Konrad-Adenauer-Allee, Poststraße, Werner-Kammann-Straße (Karl-Olfers-Platz): Befindet sich hier ein überschütteter Deckungsgraben? An der Südseite befindet sich eine in den Hügel eingelassene, halbrunde Mauer mit davor aufgestellten Sitzgelegenheiten. Auf diesem Platz soll sich ein Deckungsgraben für 100 Personen befunden haben...

Nachtrag 04.04.12: Wohl kein überschütteter Deckungsgraben. Hinweise eines Lesers dazu: "Der Hügel ist im Rahmen der Umgestaltung des Karl-Olfers-Platzes entstanden. Damals stand an dieser Stelle das Gaswerk. Als der Platz umgebaut wurde (er war vorher aber schon Grünfläche), hat man dann die noch vorhandenen Mauerreste der Keller entfernt."

 

Deutsches U-Boot-Museum / Archiv in Cuxhaven

Der Besuch des Hochbunkers am 19. Dezember 2011 fand im Rahmen unserer Tour zum sehenswerten Deutschen-U-Boot-Museum in Cuxhaven-Altenbruch statt. Wir danken Frau und Herrn Bredow herzlich für die äußerst interessante Führung durch das Museum und das Archiv!

Wappen 2. U-Flottille Wilhelmshaven

U-Bootbunkermodelle:

8,8 cm-Flak:

Scharnhorst 1 zu 66 / vormals Modellstandort BW Wilhelmshaven:

Seemine:

Torpedos:

Tender "Weichsel": In Wilhelmshaven zeitweise vorm T 750 "U-Bunker" heutiger Banter See gelegen...

Reichsmarine WK1:

Mittig Uniformjacke / Mütze Dönitz:

Uniformmantel Dönitz:

Großadmiralstab Dönitz (abgewandelter Marschallstab des Heeres):

Deutsches U-Boot-Museum / Archiv in Cuxhaven

Wir begrüßen die historisch-mahnende Arbeit des Deutschen U-Boot-Museums Cuxhaven und wünschen uns, dass diese über Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung noch lange für unsere Nachkommen erhalten bleibt.

 

Auch eine interessante Internetseite zum Thema: www.festung-cuxhaven.de

 

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www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de