Betonierter Deckungsgraben Birkenweg 13 / 17 in Schortens

Wie die Skizze zeigt, kann man dieses Bauwerk als kleinen betonierten Deckungsgraben in L-Form bezeichnen. Der Bunker war erstaunlich gut ausgerüstet. Der kleine Lüftungsturm war gemauert, der Beobachtungsturm / Notausstiegsturm betoniert. Ein Trockenabort, ein Wasseranschluss, zwei Öfen, sowie Strom war vorhanden...

Nachtrag September 2016: Die Anlage wurde nicht im Verbund mit der Bodenplatte gegossen, sondern getrennt gefertigt, also auf die Platte gesetzt. Boden, Wände und Decken sind im Schnitt mit 50 cm Stärke ausgeführt worden. Beim Abriss des identischen Bauwerkes Banhofstraße / tom-Brok-Straße wurden am 7. September im inneren L-Knick-Bereich an der Außenwand unter der Erde das umgekippte Unterteil des Notausstiegsturmes...

...und drei weitere Betonobjekte gefunden. Zwei davon werden die Lüftungstürme der Öfen gewesen sein:

Diese standen entweder auf der jeweiligen Dachmitte oder aber am Rand auf den beiden äußeren Wandfortsätze.

Weiteres kleines Trümmerstück...

Ein drittes größeres Objekt könnte der "Hauptlüftungsturm" gewesen sein:

Links unten noch ein Trümmerstück, mittig der vermutete "Hauptlüftungsturm"...

Zusätzlich lagen noch kleinere Trümmerstücke auf dem Dachbereich nahe des Notausstieges. Darunter zwei Elemente im Form von Stahbeton-Zaunpfählen.

Wenn der Turm denn so existierte wie oben in der Skizze links am Bauwerk dargestellt. In dem Falle wird auch er jedoch betoniert gewesen sein und nicht gemauert.

- Die Elemente müssen irgendwann in den 1980er Jahren neben das Bauwerk unter die Erde verbracht worden sein. Die beiden kleineren Trümmerstücke könnten Fragmente des Oberteiles vom Notausstiegsturm darstellen.

Unklar ist, was die seitlichen äußeren Luftrohre (mindestens fünf) und zwei rechteckige Öffnungen / Schächte (jeweils am L-Knick und am Grabenende) zu bedeuten hatten, die bereits ursprünglich unter der Erdgleiche lagen und nun beim Abriss wieder ans Tageslicht traten. An den Innenseiten waren diese Schächte alle versiegelt und verputzt worden. Ebenso einer der beiden Ofenschächte. Als ob hier während des Baues etwas geändert wurde, eventuell keine Öfen eingesetzt worden sind und der / die Ofenschächte dann als "reguläre" Luftschächte dienten. Die innenseitigen Versiegelungen können natürlich auch in der Nachkriegszeit erfolgt sein...

Zur Anlage Birkenweg:

2005

2009

Das umliegende Baumwerk wurde mittlerweile teilweise gerodet. Jedoch ist der Bunker noch immer kaum erkennbar.

Stand 09.09.16:

Das Bauwerk, welches absolut baugleich zum Deckungsgraben Bahnhofstraße Ecke tom-Brok-Straße (circa 500 Meter nordwestlich) ausgeführt wurde (abgerissen am 7. und 8. September 2016), steht in keiner gegossenen Verbindung zur Bodenplatte, genau wie dies auch bei der Zwillingsanlage der Fall war. Auch hier am Birkenweg fehlen die Schornsteine und der massive Notausstiegsturm. Eventuell wurden die Objekte abgebrochen und genau wie an der tom-Brok-Straße neben dem Bauwerk im Erdboden versenkt.

Anfang Oktober 2016 soll auch dieser Deckungsgraben abgerissen werden. Das Brachgrundstück, welches vom Eigentümer im November 2016 an die Stadt Schortens veräußert wird, soll so besser weiterverkauft werden können.

Bereits Mitte 2016 wurde der direkt am Bauwerk liegende Bereich komplett gerodet.

Bilder vom 09.09.16:

Der Haupteingang wurde nach dem Krieg wie ersichtlich zugemauert.

Einziger winziger Unterschied zur Anlage tom-Brok-Straße ist der schräge seitliche Splitterschutzflankenbereich des Einganges, welcher hier unter der Dachplatte beginnt und nicht fast an der Dach-Oberkante wie beim Zwillingsbauwerk.

Bilder vom 05.10.16:

Rodung des Gesamt-Baumbestandes des Geländes um die Anlage herum. Der Deckungsgraben ist jetzt auch von der Straße aus bereits gut ersichtlich...

2016

Am 6. und 7. Oktober 2016 wurde die Anlage abgerissen. Hier

25.02.18: Mittlerweile ist hier ein neues Wohnhaus errichtet worden.

2018

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www.luftschutzbunker-wilhelmshaven.de