Luftschutzkellerpfeile in Wilhelmshaven

Vielen Dank an Herrn Peter Raddatz für die Unterstützung und Bereitstellung von Bildmaterial für diese Rubrik!

 

Private und öffentliche Luftschutzkeller wurden nach außen hin an den darüber liegenden Gebäudewänden durch Pfeile gekennzeichnet. Diese Maßnahme sollte das schnelle Finden und Aufsuchen des Kellers von Schutzsuchenden auch von außerhalb des darüber liegenden Gebäudes ermöglichen und im Falle notwendiger Rettungsmaßnahmen nach Luftangriffen den Bergungskräften die Position des LS-Kellers kennzeichnen.

Auch heute sind an einigen Gebäuden deutscher Städte diese Pfeile noch auszumachen. Hier werden exemplarisch einige Beispiele Wilhelmshavens vorgestellt.

 

Vor vielen LS-Kellerfenstern im Stadtgebiet wurden Betonblöcke als Detonationsdruckschutz abgelagert. Der Zwischenraum zwischen Block und Außenwand wurde mit Putz abgedichtet.

Skizze:

Nach dem Krieg lagen diverse dieser Blöcke im Wilhelmshavener Stadtgebiet noch für einige Zeit vor den Häusern.

Transporthaken an den Blöcken (links Rüstringer Berg, aus Verletzungsschutzgründen alle mit Teer überdeckt)

Diese Betonblöcke, welche auf dem Gebiet des Rüstringer Berges (ehemalige schwere Flakstellung Raederschleuse Nord) und gestapelt auf dem Gebiet der ehemals geplanten Nordwerft am Lüneburgkai liegen (am Lüneburgkai inzwischen entfernt), werden sehr wahrscheinlich derartige (nicht abgerundete) Schutzblöcke gewesen sein. Diese Blöcke werden jedoch nicht vor den Fenstern normaler Keller von Mehrparteienwohnhäusern positioniert worden sein. Nach Hinweisen sollen die Blöcke dieser extrem massigen Dimension im militärischen Sektor im Luftschutzbereich von Kasernen und Werftbetrieben der Stadt Wilhelmshaven eingesetzt worden sein. Es existieren aber auch Hinweise, dass die hier abgebildeten Blöcke zum Bau von Kaianlagen genutzt worden sein sollen, oder dass sie die Verankerungsfundamente von Bojen im Fahrwasser darstellen. Sollte sich einer dieser Hinweise als richtig herausstellen, wird hier natürlich sofort korrigiert werden. Wer hat Infos dazu? Die Blöcke für zivile LS-Keller waren kleiner dimensioniert. Zwei Fotobeispiele der inzwischen vollkommen aus dem Stadtbild verschwundenen, zu hunderten produzierten Kleinblöcke:

Ein nach dem Krieg als Zaunpfahlersatz im Bereich der Flakstellung Kirchreihe aufgestelltes Teilstück eines derartigen Blockes...

Ein Teilstück der gleichen Art konnte im Jahre 2017 erfolgreich an der Tilsiter Straße Ecke Bremer Straße im Jadeviertel geborgen werden. Es lag Jahrzehnte unbeachtet an der Straßenecke...

 

Oben: Zwei - jedoch breitere - liegende Blöcke...

 

Wilhelmshaven / Kurpark / Bremer Straße 15 (im Hindenburgtor) / im Jahr 2013 erhalten (im Kellerfensterschacht dürfte sich im Krieg ein Mannesmann-LS-Gitter befunden haben / der geklinkerte Rand wird nach Ausbau des Gitters gefertigt worden sein)

Wilhelmshaven / Heppens Zedeliusstraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Heppens Helgolandstraße / im Jahr 2007 erhalten (weitere Pfeile sind an zusätzlichen Gebäuden in der Straße fragmentartig erkennbar)

Wilhelmshaven / Siebethsburg Cirksenastraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Cirksenastraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Edzardstraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Edzardstraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Edzardstraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Robodesweg / im Jahr 2006 erhalten

Zwischen den Häusern Robodesweg 13 und 21 soll im Krieg ein Bombeneinschlag die Zerstörung eines Hauses verursacht haben. Die Anwohner, welche Schutz im Bunker gesucht hatten, schrieben nach dem Angriff daraufhin an eines der intakten Nachbarhäuser "Wir leben! ...". Der Schriftzug soll noch lange Jahre erkennbar gewesen sein...

Wilhelmshaven / Siebethsburg Ennostraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Ennostraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Ennostraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Edo-Wiemken-Straße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg Edo-Wiemken-Straße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg tom-Brok-Straße Ecke Werftstraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg tom-Brok-Straße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg tom-Brok-Straße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Siebethsburg tom-Brok-Straße / im Jahr 2006 erhalten

- In dem vorgestellten Bereich von Siebethsburg gibt es noch zahlreiche weitere, jedoch sehr schlecht erkennbare Pfeile, welche aufgrund ihres zahlreichen Vorhandenseins hier nicht weiter abgebildet werden.

Wilhelmshaven / Hansaviertel Schillerstraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Hansaviertel Schillerstraße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Hansaviertel Schillerstraße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Hansaviertel Paul-Hug-Straße / im Jahr 2006 erhalten

Wilhelmshaven / Hansaviertel Paul-Hug-Straße / im Jahr 2006 erhalten

An der Wand des Gebäudes Bremer Straße 102 befindet sich dieser Hinweis mit Pfeil:

FREIGELÄNDE

Eventuell eine Wegweisung aus dem Krieg zum Freigelände Krähenbusch für Schutzsuchende im Falle eines Feuersturmes?

Wilhelmshaven / Hansaviertel Bremer Straße 102-104-106 / im Jahr 2006 erhalten

 

Folgende Bilder siehe ausführlich auch: Hier

Wilhelmshaven / Jadeviertel Marienburger Straße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Jadeviertel Marienburger Straße / im Jahr 2005 erhalten

Wilhelmshaven / Jadeviertel Marienburger Straße / im Jahr 2005 erhalten

 

Es gibt auch Täuschungen. - Kein LS-Pfeil ist beispielsweise diese "Bemalung" am Mühlenweg 136 in Wilhelmshaven. Das Gebäude wurde erst nach 1945 errichtet...

 

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